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Vernissage am 17. Juni, 20:00 Uhr
18./19. Juni
25./26. Juni
02./03. Juli

Angela Preis und Peter Augustin

Zwischen Himmel und Meer Bilder und Skulpturen

Angela Preis beschäftigt sich in ihren Öl- und Acrylbildern mit dem Thema Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungsformen: Flüssig, als Nebel, Wolken, Schnee oder Eis. In ihrer Taubenturm-Ausstellung will sie aus diesem Spektrum Meer- und Himmelbilder zeigen. Mit Meer und Himmel verbinden wir seit jeher Weite und unendlichen Raum. Daher haben die Bilder etwas Grenzenloses, die Wasseroberflächen oder Himmelsausschnitte könnten sich über die Bildränder hinaus ewig fortsetzen. Der Blick ist aber auf einen Ausschnitt fokussiert, in dem alles in Bewegung ist: die flirrenden Reflexe des Wassers ebenso wie die Wolkengebilde am Himmel. Es handelt sich um Momentaufnahmen, die aber – vor allem, wenn der Horizont zu erkennen ist – große Ruhe ausstrahlen, klar in ein Oben und Unten gegliedert sind. Angela Preis hat an der Akademie der bildenden Künste in München studiert, lebt und arbeitet in Dorfen, östlich von München.

Die Holzskulpturen von Peter Augustin hingegen konzentrieren in ihrer eher groben Materialität den Raum auf das Objekt hin, lenken die Aufmerksamkeit auf den Gegenstand. Sie sind teilweise ganz traditionell mit dem Stemmeisen aus dem Holzblock herausgearbeitet, teilweise aber auch mit der Kettensäge in gröberen Strukturen gefertigt. Es gibt Figuren, die aus mehreren, vorbearbeiteten Einzelteilen montiert sind, manchmal mit beweglichen Elementen, so dass sie um- oder neu-geordnet werden können. Allen gemeinsam ist ihr stark abstrahierender, körperhafte Motive lediglich andeutender Charakter, aber auch ihr bruchstückhaftes, teils skizzenartiges, teils fragiles Wesen. Daneben gibt es eine Werkgruppe, die an architektonische Motive erinnert: Brücken, Stege, Treppen. Diese Elemente werden durch ihren modellhaft verkleinerten Maßstab in neue Zusammenhänge gestellt. Peter Augustin hat Kunstdidaktik mit Schwerpunkt Bildhauerische Techniken bei Hans Malzer und Architektur an der TU München studiert. Er arbeitete als Architekt in München und hat seit 2006 sein Atelier in Landsberg am Lech. Auch wenn die Bilder und die Skulpturen zeitlich und räumlich unabhängig voneinander entstanden sind, erzeugt die gemeinsame Präsentation eine zusätzliche Spannung, je nach Aufstellung und Blickrichtung können sie die Wahrnehmungen gegenseitig beeinflussen. Die konkreten Abmessungen der drei Stockwerke des Taubenturms werden diese Effekte noch verstärken. Mit dieser Konzeption betreten die beiden Künstler für sich selbst Neuland, denn es wird ihre erste gemeinsame Ausstellung sein. Sie wollen ihre Arbeiten nicht nur einfach „nebeneinander“ stellen, sondern die Möglichkeiten eines intensiven Bezuges ausloten; für sich – und hoffentlich auch für die Besucher.

So verschieden die formalen Mittel sind, bewegen sich Bilder und Skulpturen thematisch im selben Raum „zwischen Himmel und Meer“. Zarte oder dramatische Wolkenlandschaften und schillernde Wasserflächen treffen auf Brücken- und Treppenobjekte: So beginnt und endet die sogenannte „Himmeltreppe“ im Nichts, schwebt losgelöst entrückt im Raum, ebenso wie die abstrakten geflügelten Wesen, die in der Ikarus-Sage zugleich fliegen und stürzen.




Vernissage am 8. Juli, 20:00 Uhr
09./10. Juli
16./17. Juli
23./24. Juli


Annette Hünnekens

Standpunktänderung

endo exo n+1 Perception Beyond Interface reciprocal proportionality in negative space  Live Präsentation und Ausstellung digitaler Drucke Annette Hünnekens Unter der Oberfläche virtueller Skulpturen verbirgt sich die bisher unbekannte Welt der Bilder des negativen Raumes. 
Diese Welt zu entdecken, sie freizulegen und zu erforschen, setzt eine permanente Änderung des eigenen Standpunktes voraus und auch eine grundlegende Offenheit für Bedeutung, Materie und Form.

Dem Set an "n +1" Möglichkeiten der äußeren Deformation, Manipulation, Veränderung an der Außenhaut der Objekte entspricht ein graduell unendliches Set an visuellen Konsequenzen im Innenbereich, das nur durch Standpunktänderung erkundet werden kann. 

Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen Komplexität im Aussenbereich und Dynamik der Formen im Innenbereich bzw. zwischen den entstehenden Sub-Skulpturen innerhalb der Skulptur als stoffliche Manifestation der äußeren Deformationen.
Die Vielzahl der möglichen Sequenzen und Bildserien entspricht dabei nicht nur den Möglichkeiten der Standpunktänderung, sondern auch dem Freiheitsgrad einer mathematischen Funktion n+ 1, die sich unserem Auge als "Flowerlebnis" einer semiotischen Drift offenbaren und den abstrakten Formen Leben einzuhauchen scheinen.

Durchdringt man die Körper-Oberfläche, so ist der Drang zur Herstellung von Bedeutung eine unmittelbar einsetzende Reaktion auf die Bilderflut hybrider Körper, Materialien und Oberflächen, die sich im Inneren der Skulpturen entfaltet.
Dem geübten Auge offenbart sich im flow dieser "semiotischen Drift" ein unerschöpfliches Potential moderner Stilrichtungen abstrakter Kunst. 

Die eigenwilligen 3D Objekte werden zu Ausgangspunkten für eine neue Kunst, deren Ansichten in großformatigen Drucken festgehalten wurden. Die Bilder sind das Ergebnis eines feedbackloops von Manipulationen an virtuellen Objekten anhand komplexer mathematischer Funktionen, die auf Oberflächen standardisierter Skulpturen angewendet wurden.




Hier können Sie die Muntre Tuba 2016 als pdf herunterladen: Muntre Tuba 2016






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