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Der Diessener Weihnachtsmarkt:
Tradition

Es ist eine langjährige Tradition:
Am 2. Adventswochenende findet der Weihnachtsmarkt des Heimatvereins Diessen statt. Vor der Kulisse des Marienmünsters und im Taubenturm bieten ca.50 Künstler und Kunsthandwerker ihre mit eigener Hand hergestellten Sachen an: eine bunte Mischung aus professionellem Design und Gebasteltem, einfachen und wertvollen Materialien.
Kerzen und Petroleumlampen und das Feuer von Schmiedemeister Spensberger beleuchten den Platz vor der Klosterkirche.
Auf elektrisches Licht wird weitgehend verzichtet.
 

Flair

Der Markt ist ein besonderer Treffpunkt und eine Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Angeblich kommen manche Standbetreiber nur deswegen immer wieder, weil die Stimmung hier so gut ist. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, um seinen Lieben oder sich selbst eine Freude zu bereiten, wird hier sicher etwas finden.

 

Der 37. Diessener Weihnachtsmarkt

Zu den ursprünglichsten und originellsten Weihnachtsmärkten gehört sicherlich der, den der Diessener Heimatverein ausrichtet. (Das Bundesbahn-Magazin hat letztes Jahr diesen Markt zu den 12 schönsten der Bundesrepublik gezählt.) Etwa 30 Künstler und Kunsthandwerker stellen vor dem Marienmünster und im Taubenturm Winterliches und Weihnachtliches aus.

Viele Besucher versichern immer wieder, der Diessener Weihnachtsmarkt sei der schönste weit und breit. Das kann nicht an seiner Größe liegen. Wohl eher an der allgemeinen Atmosphäre: Zur Beleuchtung ist nur Kerzenlicht zugelassen Alles, was angeboten wird, wurde von den Verkäufern mit eigener Hand hergestellt. Dadurch fällt das rein Kommerzielle schon einmal weg. Keine Lautsprechermusik. Der Markt dauert auch nur zwei Tage, da kommt keine Routine bei den Ausstellern auf. Überhaupt die Aussteller! Manche von ihnen sind schon seit über 30 Jahren dabei, einige heuer zum ersten Mal. Veranstalter ist der “Heimatverein Diessen”, der ansonsten Kulturelles wie Lesungen, Theater, Musik, Kunstausstellungen organisiert.

Die gute Stimmung überträgt sich auf die Besucher, die von Jahr zu Jahr in größeren Scharen kommen. Manchmal, vor allem nach Einbruch der Dämmerung, ist es so voll, dass die Besichtigung der Stände ziemlich erschwert wird. Wer die Waren – von Holz- und Papierarbeiten über Keramik, Glas, Schmiedeeisen, Textilien, Schmuck, Wachs, Zinn usw. usw., einschließlich der Kreationen von 5 neuen Ausstellern – wirklich in Ruhe anschauen oder etwas auswählen will, der sollte bald nach Mittag, jedenfalls vor der Dämmerung, kommen, dann hat er mehr Platz und Licht.

Vor dem Hintergrund der majestätischen Kirchenfassade kann man sich am offenen Feuer und bei einem „heißen Bischof“ aufwärmen. Im „Taubenturm“, dem barocken Torturm des ehemaligen Klosters, ist es etwas wärmer. Hier zeigen u.a. die Goldschmiede ihre Preziosen, und im obersten Stockwerk lockt „Sabines Café“ mit Kaffee und feinem Kuchen und mit einem herrlichen Ausblick über den winterlichen See.

Für spontane Abwechslung ist immer wieder gesorgt, aber es lässt sich vorher nicht genau sagen, wer wirklich kommt und wer was darbietet. Es leben schließlich sehr viele kreative Menschen am Ammersee-Westufer. Ein Theater zwischen den Besuchern soll aufgeführt werden. Kommt wieder das Kasperltheater? Sicher wird Walter Schreiber, der Ziehharmonikaspieler, wieder seine italienischen Lieder beitragen. Sicher wird man wieder die Schmiedemeister Spensberger an ihrer mobilen Esse sehen, hören und riechen können. Sicher werden die Maroni und die Mistelzweige wieder zu früh ausverkauft sein. Sicher kommt am Samstag nach Einbruch der Dämmerung der Nikolaus. Und sicher kommen wieder sehr viele Leute!


Ort: Diessen vor dem Marienmünster und im Taubenturm (neben dem Marienmünster)

Termin: 2. Adventswochenende: Sa. und So., 5./6. Dezember 2015
Dauer: Sa.: 11.00 -19.00 Uhr So.: 11.00 -18.00 Uhr

   
   
   
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